Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Dr. Sabine Feist M.A.

Kurzvita

1985geboren in Köln
2005 - 2011Studium der Christlichen Archäologie und byzantinischen Kunstgeschichte, der Klassischen Archäologie und der Alten Geschichte an den Universitäten Freiburg, Athen, Basel und Göttingen
2012 - 2016Promotionsstudium der Spätantiken und Byzantinischen Kunstgeschichte und der Klassischen Archäologie an der Universität München
2012 - 2015Promotionsstipendium der Hanns-Seidel-Stiftung
2013 - 2016Assoziiertes Mitglied der Graduiertenschule Distant Worlds der Universität München
2014 – 2015Junior Fellow am Research Center for Anatolian Civilizations der Koç University in Istanbul
seit 2015Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Orientalische Archäologie und Kunstgeschichte der Universität Halle-Wittenberg

Forschungsinteressen und -projekte

Spätantike Skulptur

  • Organisation (gemeinsam mit Gunnar Brands, Hans R. Goette und Stefan Lehmann) des Workshops Neue Ansätze zur Erforschung spätantiker Ideal- und Portraitplastik: Stilkritik, Kontexte, naturwissenschaftliche Untersuchungen an der Universität Halle (30. Mai-02. Juni 2018)

Spätantike und byzantinische Architektur

  • Die byzantinische Sakralarchitektur der sogenannten Dunklen Jahrhunderte  
    • Das Dissertationsprojekt hat sich mit der byzantinischen Sakralarchitektur der sogenannten Dunklen Jahrhunderte, der Zeit zwischen circa 700 und 900, beschäftigt. Dabei sind die Kirchen dieser Epoche erstmals nicht von vornherein als eine architektonisch kaum anspruchsvolle Vorstufe des späteren mittelbyzantinischen Sakralbaus betrachtet worden. Stattdessen hat die in verhältnismäßig vielen Fällen erhaltene antike und spätantike Vorgängerbebauung der Kirchen den Ausgangspunkt der Bauanalyse gebildet. Dank dieses neuen Ansatzes ist deutlich geworden, dass die Sakralarchitektur dieser Zeit dem spätantiken Kirchenbau in sehr vielen Aspekten weitaus näher ist als bisher gedacht.

Die Promotion wurde u. a. gefördert durch ein Fellowship am Research Center for Anatolian Civilizations der Koç University in Istanbul, ein Promotionsstipendium der Hanns-Seidel-Stiftung, ein Reisestipendium der Universität München (Graduate Center) und ein Exposé-Stipendium der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen.

Publikation: S. Feist, Bauen im Bestand. Zur byzantinischen Sakralarchitektur der sogenannten Dunklen Jahrhunderte unter besonderer Berücksichtigung ihrer spätantiken Vorgänger (= Diss. Ludwig-Maximilians-Universität München) (in Vorbereitung).

  • Organisation des Kolloquiums Transforming Sacred Spaces: New Approaches to Byzantine Ecclesiastical Architecture from the Transitional Period an der Universität München (14.-16. Mai 2014)
    • Im Rahmen des international und interdisziplinär ausgerichteten Kolloquiums sind die Kirchenbauten der sogenannten Dunklen Jahrhunderte, der Zeit zwischen etwa 700 und 900, erstmals nicht länger isoliert und unter rein architekturtypologischen Kriterien betrachtet worden. Stattdessen haben führende Wissenschaftlicher historische und urbanistische Kontexte sowie die Bedeutung der Kirchenausstattung und der Liturgie in den Fokus ihrer Untersuchungen gerückt. Dank der nicht mehr rein architekturimmanenten Perspektive haben alle Beiträge ein völlig neues Licht auf die stets strittig diskutierten sogenannten Dunklen Jahrhunderte werfen können.

Das Kolloquium wurde u. a. gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung, die Graduiertenschule Distant Worlds der Universität München, den Verein für Spätantike Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte, die Münchener Universitätsgesellschaft und die Universität München.

Publikation: S. Feist (Hrsg.), Transforming Sacred Spaces: New Approaches to Byzantine Ecclesiastical Architecture from the Transitional Period. Proceedings of the International Colloquium held at the Ludwig-Maximilians-Universität München, May 2014 (in Vorbereitung).

Spätantike und byzantinische Bauplastik

  • Untersuchung der Templonanlage und der Bauplastik aus der sogenannten Kaynak Kilise in der Nordnekropole von Patara im gesamt-lykischen Kontext  
    • Die Untersuchung der Templonanlage und der frühbyzantinischen Bauplastik der sogenannten Kanynak Kilise in der Nordnekropole von Patara hat zu einem klareren Bild der verschiedenen Nutzungsphasen (spätantiker basilikaler Neubau, Umbau zur Kuppelkirche in byzantinischer Zeit, profane Nachnutzung) der Kirche beigetragen. Darüber hinaus bildet vor allem die Vielzahl der gefundenen Schrankenplattenfragmente ein wichtiges Puzzleteil für das Verständnis der bislang nur ausschnitthaft untersuchten Bauplastik Pataras sowie des gesamten lykischen Raumes.

Die Grabungskampagnen (Leitung: Prof. Dr. Havva Işik) der Jahre 2010-2012 wurden u. a. gefördert durch die Gerda Henkel Stiftung.

Publikation: S. Feist, Templonanlage und frühbyzantinische Bauplastik aus der sog. Kaynak Kilise von Patara, in: H. Işkan – U. Peschlow (Hrsg.), Die sog. Kaynak Kilise von Patara, Patara Bd. 2,3 (Kapitel eingereicht, Publikation in Vorbereitung).

  • Untersuchung der Bauplastik der Cumanın Camii in Antalya
    • Die Untersuchung der Bauplastik der Cumanın Camii in Antalya umfasst sowohl antike als auch spätantike Stücke: So wurden antike Stücke der Bebauung des römischen Forums, auf dem die Kirche errichtet wurde, für den Neubau wiederverwendet oder umgearbeitet. Gleichzeitig wurde Bauplastik in der Spätantike aber auch ex novo und extra für die Kirche gefertigt. Je nach Verwendung im Kirchenbau kopierte ein Teil der spätantiken Stücke die ältere Bauskulptur mehr oder weniger originalgetreu, während andere Stücke ganz dem spätantiken Zeitgeschmack entsprachen. Im Fokus der Untersuchung stehen neben Fragen nach Wiederverwendung, Umarbeitung und Anlehnung vor allem Aspekte wie Auswahl, Verwendung und Bedeutung der Bauplastik. Erste Beobachtungen sprechen dafür, dass die antike und spätantike Bauskulptur der Cumanın Camii auch in allen späteren Nutzungsphasen besonders wertgeschätzt wurde, wurden Umbaumaßnahmen doch so ausgeführt, dass die ältere bauplastische Ausstattung – nun mit oder ohne statische Funktion – weiterhin sichtbar war.

Publikationen

  • S. Feist, Bauen im Bestand. Zur byzantinischen Sakralarchitektur der sogenannten Dunklen Jahrhunderte unter besonderer Berücksichtigung ihrer spätantiken Vorgänger (= Diss. Ludwig-Maximilians-Universität München) (in Vorbereitung).
  • S. Feist (Hrsg.), Transforming Sacred Spaces: New Approaches to Byzantine Ecclesiastical Architecture from the Transitional Period. Proceedings of the International Colloquium held at the Ludwig-Maximilians-Universität München, May 2014 (in Vorbereitung).
  • S. Feist, Symbolic Aspects of Late Antique Church Architecture – Sacred Spaces on the Threshold of a New Era, in: S. Feist (Hrsg.), Transforming Sacred Spaces: New Approaches to Byzantine Ecclesiastical Architecture from the Transitional Period. Proceedings of the International Colloquium held at the Ludwig-Maximilians-Universität München, May 2014 (in Vorbereitung).
  • S. Feist, Material Culture, in: M. Humphreys (Hrsg.), A Companion to Byzantine Iconoclasm (in Vorbereitung).
  • S. Feist, Spätantike Architektur während der sog. Dunklen Jahrhunderte im westlichen Kleinasien am Beispiel der ephesischen Marienkirche, in: B. Böhlendorf-Arslan (Hrsg.), Urbanitas – Veränderungen von Stadtbild und urbaner Lebenswelt in der Spätantike und frühbyzantinischer Zeit. Assos im Spiegel städtischer Zentren Westkleinasiens (Artikel eingereicht, Publikation in Vorbereitung).
  • S. Feist, Symbolic Aspects of Late Antique Architecture during the Transitional Period: The Case Study of St. Irene, Constantinople, in: C. Olovsdotter – J. Mårtelius (Hrsg.), Symbolic Aspects of Architecture. Late Roman, Byzantine and Ottoman Perspectives. Proceedings of the Conference held at the Swedish Research Institute in Istanbul, November 2015 (Artikel eingereicht, Publikation in Vorbereitung).
  • S. Feist, Templonanlage und frühbyzantinische Bauplastik aus der sog. Kaynak Kilise von Patara, in: H. Işkan – U. Peschlow (Hrsg.), Die sog. Kaynak Kilise von Patara, Patara Bd. 2,3 (Kapitel eingereicht, Publikation in Vorbereitung).
  • S. Feist, Some Remarks on the Architecture of Hagia Sophia, Thessaloniki, in: A. W. Dunn (Hrsg.), Proceedings of the 46th Spring Symposium of Byzantine Studies at the University of Birmingham,  Byzantine Greece: Microcosm of Empire? (im Druck).
  • S. Feist, Die nachantike Siedlung auf dem Theaterhügel, in: P. Niewöhner, Neue spät- und nachantike Monumente von Milet und der mittelbyzantinische Zerfall des anatolischen Städtewesens, Archäologischer Anzeiger 2013/2, 206-214.
  • S. Berghoff – D. Reichenecker – S. Tausch, Universität und Capitolio, in: O. Jaeggi – A. Laschinger (Hrsg.), Kuba und die Klassische Antike. Ausstellungskatalog Basel (Altusried-Krugzell 2010) 97-120.

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